Artenreichtum

Flora und Fauna im Einklang


Die schiere Größe des Landes, das vom Polarkreis bis in die Subtropen reicht, von den trockensten Wüsten im Windschatten der Rockies bis zu den immerfeuchten Flussdeltas des Südens, bietet Raum für eine unglaubliche Artenvielfalt. Während man im Winter in Alaska  Eisbären oder Karibuherden fotografiert, kann man nur wenige Flugstunden weiter am Golf von Mexiko Alligatoren, Flamingos und Papageienkolonien besuchen oder sich mit einer entsprechenden Unterwasserfotoausrüstung auf die Suche nach den Seekühen vor Cape Canaveral machen.

Action zu jeder Jahreszeit


Mit Ausnahme von Hawaii, Florida oder Teile Texas’ und Kaliforniens treten sehr große jahreszeitliche Unterschiede im Klima auf, die dem ambitionierten Tierfotografen einiges an Recherche abverlangen, wann welche Tierart wo genau anzutreffen ist. So wird man auf Kodiak Island von Oktober bis April keinen einzigen der riesigen, lachsfischenden und beerenfressenden Kodiakbären sehen - ganz einfach weil sie Winterschlaf halten. Auch die mächtigen Bisons lassen sich z.B. in den tieferen Lagen des Yellowstone-Nationalparks fast einschneien, um Energie zu sparen. Nichtsdestotrotz lohnt sich der Besuch dort im Winter trotzdem, schließlich sind solche ruhigen Szenen im Zusammenspiel mit der unglaublich schönen Landschaft (Geysire!)  im Hintergrund unglaublich beeindruckend. Für Action sorgen schließlich die Wolfsrudel und die Coyoten, die den Park ständig auf der Suche nach Beute durchwandern – sie sind dann sogar von den Straßen und Rastplätzen aus zu beobachten. Ein gutes Spektiv bzw. ein langbrennweitiges Teleobjektiv und ein Tarnzelt sind geradezu Pflicht, genauso wie wärmende Kleidung und ggf. ein Thermoschlafsack, falls länger warten will oder muss.

Im Großen und Kleinen


Wenn im Frühsommer dann der Schnee komplett geschmolzen ist, schlägt die Stunde der Makro-Liebhaber. Unzählige Insekten, Schmetterlinge, sogar drei Kolobri-Arten bevölkern dann den ältesten Nationalpark der Welt. Da die Insekten bei Sonnenaufgang sich erst aufwärmen und ihre mit Tautropfen bedeckten Flügel trocknen müssen, hat man dann die Chance, sie in Ruhe abzulichten – Reflektoren, Ring- oder Zangenblitze bzw. abgesetzte Systemblitze sind ideal. Natürlich sollte man ein ausgeprägter Frühaufsteher sein und seinen zum Fotografieren abgelegten Rucksack entschieden gegen die ewig neugierigen Streifenhörnchen verteidigen können…