Amazonas

Abenteuer Regenwald


Eine Vielzahl der in Ecuador sowieso schon absolut überwältigenden Flora und Fauna wird man im Amazonasquellgebiet finden. Die dünn besiedelte Region an den Grenzen zu Peru und Kolumbien, mit über 6000mm Niederschlag pro Jahr extrem regenreich, bietet mit den aktiven Andenvulkanen, ihren östlichen Ausläufern und dem anschließenden Flachland großen zusammenhängenden Regen- und Nebelwaldgebieten der unterschiedlichsten Höhenstufen eine Heimat. Große Teile des Flachlands sind jedoch durch die seit Jahrzehnten stattfindende Erdölförderung bedroht. Wie lange das Ökosystem und die indigene Regenwaldbevölkerung diese Zustände noch aushalten, ist fraglich. Immerhin bieten mehrere Dorfgemeinschaften sogenannte Dschungel-Lodges an – ein perfekter Ausgangspunkt zur Erkundung der besonders bunten Pflanzen- und Tierwelt der Nationparks Cuyabeno und Yasuni.

Heiß und feucht

Die hohe Luftfeuchtigkeit, der ständige Regen morgens und abends und die Hitze können dem mitgebrachten Fotoequipment stark zusetzen, insofern sollte man auf abgedichtete bzw. wasserdichte Kameras und Objektive nicht verzichten. Dazu ist der Regenwald auch sehr dunkel - ein kräftiger Blitz insbesondere für Makroaufnahmen ist also empfehlenswert. Der höher gelegene Nebelwald ist nur geringfügig lichter.

Per Kanutour auf Motivsuche



Lange Brennweiten sind bei Kanutouren auf den unzähligen, stark „alligatorhaltigen“ Flussarmen hilfreich, um die in den Ästen lebenden Aras, Hoatzins, Faultiere und Krallenäffchen nicht nur als Suchbild erscheinen zu lassen. Ansonsten darf man eine Makroausrüstung – Makroobjektiv bzw. Zwischenringe und Konverter für Teleobjektive, dazu Ringblitz bzw. Zangenblitz - nicht vergessen mitzubringen, denn die vielen farbenfrohen Orchideen, Kolibris und Insekten sind die Highlights dieser Region in Ecuador. Die meist indianischen Guides werden auf den Expeditionen besonders auf die surreal bunten Pfeilgiftfrösche eingehen, die nicht nur Grundlage der Waffenwirkung, sondern auch vieler traditioneller Medizinen sind.

Größere Tiere wie Jaguare, Tapire oder Ameisenbären wird man nur relativ selten entdecken können, da sie meist dämmerungsaktiv sind. Aber auch dafür gibt es geführte Touren. Verfügt man über Spezialausrüstung wie Infrarotbeleuchtung und eine IR-taugliche Kamera oder einen Restlichtverstärker, enthüllt sich auch dieser geheimnisvolle Teil des Dschungels.