Fanaloka, Falanuk und Fossa

Tierwelt von Madagaskar


Das Ökosystem Madagaskars kommt natürlich nicht ohne Räuber aus. Auf der Insel gibt es weder große Raubkatzen, Giftschlangen noch größere Primaten (homo sapiens einmal ausgenommen), sodass die entsprechende ökologische Nische durch einige, sich auf Madagaskar weitgehend isoliert entwickelnde Lebewesen besetzt wurde. Diese Parallelentwicklung wird sehr gut bei den drei sich ähnelnden Fanaloka, Falanuk und Fossa deutlich. Sie alle sind etwa katzen- bis fuchsgroß und nehmen exakt deren Positionen im ökologischen Gefüge ein.
Der Fossa ist der größte der drei Arten: Er sieht aus wie ein kleiner, dunkelbrauner Puma. Als tag- und nachtaktiver Räuber findet man ihn häufig in der Umgebung von größeren Lemurengruppen und zum Leidwesen der Madegassen auch in der Nähe von Hühnerställen. Diesen Umstand kann man mit der Einrichtung eines derart bestückten Futterplatzes ausnutzen, auch lassen sich damit automatische Kamerafallen bauen, die das vorsichtige Tier beim Fressen eines Köders filmen oder fotografieren.

Klein & groß & weiß


Der auch Ameisenschleichkatze genannte Falanuk ist dagegen etwas kleiner, allerdings ebenfalls tag- und nachtaktiv und bevorzugt größere Insekten, Schnecken, Frösche und natürlich Chamäleons. In ihrer natürlichen Umgebung, den Küstenregenwäldern und Trockenwäldern Madagaskars, geben sie besonders weil die Mütter mit ihren Kleinen schon auf Nahrungssuche gehen hübsche Motive ab.
Die mit ihrem spitzen Gesicht und dem rotbraunen Fell sehr hübschen Falanokas bewohnen ebenfalls hauptsächlich die Regenwälder der Ostküste. Genau wie unsere Füchse und Wildkatzen sind sie ständig auf der Suche nach Kleinsäugern wie Mäusen oder Tenreks und kleineren Amphibien wie Frösche. Sie können gut klettern und sind dadurch, dass sie nur nachaktiv sind, bisher nur selten fotografiert worden. Mit einer entsprechenden Ausrüstung – entweder eine Kamerafalle mit Köder oder ein IR-Scheinwerfer und IR-empfindlicher Kamera kann man aber auf jeden Fall sein Glück versuchen.

Ein leichteres Motiv sind die in den Trockenwäldern Madagaskars anzutreffenden Larvensifakas. Deren weißes Fell und das schwarze Gesicht macht sie zusammen mit den Kattas zu den meistfotografierten Primaten Madagaskars.