Galápagos-Inseln
Einzigartige Inselbewohner
Die fünf besiedelten Eilande der zu Ecuador gehörenden Galápagos-Inseln stehen seit etwa zwei Jahrzehnten einem eingeschränktem Tourismus (Inlands-Visa notwendig) offen. Man landet per Flugzeug von Quito kommend meist auf Santa Cruz-Baltra oder San Cristobal und tritt dann eine organisierte Kreuzfahrt durch den Archipel an. Bei einigen wenigen Landgängen kann man die durch ihre Abgeschiedenheit und fehlenden Festlandskontakt stark endemisch geprägte Flora und Fauna erkunden.
Auch wenn viele der Wildtiere sehr zutraulich sind, sind lange Brennweiten (200-800mm) unerlässlich. Einerseits setzt man die Tiere dadurch keinem weiteren Stress aus (z.B. in der Brutsaison), andererseits verschont man sie damit auch vor eingeschleppten Krankheiten. Dazu sind die größeren Tiere wie Robben, Seelöwen und Seebären auf ihrem sandig-felsigen Küstenstreifen überaus territoriale Tiere und Menschen gegenüber nicht immer duldsam. Dafür bilden sie aber bereits vom Wasser aus beeindruckende Fotomotive Galapagos – besonders dann, wenn man Gebietskämpfe, Paarung, Aufzucht usw. im Bild festhält.
Für den Betrachter sehr amüsant sind natürlich die Meerechsen, die sich am liebsten im Brandungsbereich sonnen und ab und an von einer Welle überspült werden.
Paradies für Vogelkundler
Für ornithologisch Interessierte sind die Galapagosinseln ein Paradies: Mehrere Arten Seeschwalben, die kleinen Darwinfinke, majestätische Fischadler, Tölpel, Flamingos, Pelikane, Reiher und über hundert weitere Arten besiedeln die drei Elemente.
Hier lohnt es absolut, sich fachlich und ausrüstungstechnisch gut vorzubereiten und vor Ort länger Zeit zu nehmen, um die Vögel nicht nur möglichst formatfüllend abzulichten. Gerade die Dokumentation ihrer Lebensweise, etwa der erfolgreiche Jagdausflug eines Fischadlers, führt zu den interessantesten Galapagos Fotografien.
Besucher sollten stets bedenken, dass die Galápagos-Inseln durch den menschlichen Einfluss extrem gefährdet sind. Die den Inseln ihren Namen gebende Galapagos-Riesenschildkröte wird man beispielsweise eher im heimischen Zoo als auf den Inseln antreffen, so stark ist deren Population durch Besiedlung und Tourismus gefährdet. Wer die seltenen Tiere der Galapagos Inseln fotografiert kann daher sehr nachhaltig handeln und beispielsweise später andere Menschen informieren und bilden.

