Luchse und Wracks

Wildkatzen und Meerestiere


Griechenland ist ein topografisch sehr abwechslungsreiches Land: Die Wälder und Gebirgszüge im Norden des Landes und auf den Inseln, die zahlreichen Feuchtgebiete, Küstenebenen und nicht zuletzt das Meer bieten zahlreichen Tieren eine Heimat. In abgelegeneren Regionen stößt man mit etwas Geduld auf seltene, zum Teil vom Aussterben bedrohte Tierarten wie den Luchs oder den Steinadler.

Raubtiere im Norden Griechenlands

Der Norden Griechenlands ist geprägt von hohen Bergen, schroffen Felsen und dichten, praktisch menschenleeren Wäldern. Perfekte Lebensbedingungen für so scheue Tiere wie etwa den Luchs. Je dichter der Wald und je größer das Areal, desto wohler fühlt sich die Großkatze mit den charakteristischen Pinselohren. In Griechenland gibt es ganz wenige der seltenen Tiere, die vorrangig in der Dämmerung aktiv sind. Wer einen Luchs zu Gesicht bekommen möchte, braucht entweder extrem viel Glück – oder sehr viel Geduld im Tarnzelt. Da ihr Lebensraum dunkle, unzugängliche Wälder sind, brauchen Fotografen in jedem Fall lichtstarke Brennweiten, am besten im mittleren und höheren Telebereich.

Auch der Braunbär bevorzugt bewaldete Gebirgsregionen und ist daher ebenfalls im Norden Griechenlands anzutreffen. Gerade junge Bären wirken possierlich, erst recht, wenn sie sich tagsüber an einem Fluss oder auf einer Lichtung mit ihren Geschwistern oder der Mutter balgen. Aber Vorsicht: Bärenmütter verstehen Fremden gegenüber keinen Spaß und niemand sollte die Geschwindigkeit der behäbig wirkenden Tiere unterschätzen.

Vielfältige Unterwasserwelt

Taucher wissen die Vorzüge der Gewässer rund um Griechenland schon lange zu schätzen: Das glasklare, angenehm warme Wasser gibt den Blick auf eine üppige Unterwasserlandschaft mit zahlreichen Wracks und unzähligen Tieren frei. Insbesondere Delfine und Tintenfische, aber auch die Unechte Karettschildkröte und Mönchrobben begeistern Taucher, Schnorchler und Schwimmer. Die seltene Karettschildkröte findet man beispielsweise auf Zakynthos, die ebenfalls seltenen Mittelmeer-Mönchrobben sieht man am ehesten in der Ägäis.Angesichts der Möglichkeit, so seltene Tiere vor die Linse zu bekommen, sollte man die Unterwasser-Einwegkamera zuhause lassen und mindestens ein Unterwassergehäuse und einen guten Unterwasserblitz mitnehmen. Ratsam sind auch lichtstarke (Makro-)Objektive, da die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser spürbar abnimmt.