Bird watching
Auf Entdeckungsreise auf der grünen Insel
Irland, die grüne Insel, wurde bereits früh nach der letzten Eiszeit vom europäischen Festland abgetrennt und so erklärt sich auch die sehr geringe Biodiversität des Landes. Nur 26 Landsäugetiere sind auf der Insel heimisch, darunter der Rotfuchs, Rothirsch, Dachs, Baummarder, Schneehase und einige Fledermäuse. Durch die starke Landwirtschaft mit Viehhaltung und Ackerbau wurden früher viele Flächen gerodet, nur etwa 10% Irlands sind von relativ artenarmen (Forst-)Wald bedeckt. Dafür pulsiert das Leben in den Hecken, die zwischen den Feldern schon seit Urzeiten angelegt wurden. Wachteln, Wachtelkönige, Fasane, Zaunkönige und Lerchen finden dort neben vielen anderen kleineren Vögeln ihre Nistplätze. In den vergangen Jahren wurden Steinadler in Donegal und das Odinshühnchen bei Galway wieder angesiedelt, um die durch die intensive Landwirtschaft zurückgegangene Artenvielfalt wieder zu steigern.
Zusätzlich zu diesen heimischen Vögeln kommen jedes Jahr unzählige Sturmschwalben, Rosenseeschwalben, Mauersegler, Ringel- und Blässgänse nach Irland, um wie die Seeschwalben hier an den Küsten entweder den Sommer zu verbringen oder um, wie die arktischen Gänse, hier den Winter zu verbringen.
„Go back!“
Ein besonderes schönes Fotomotiv während einer Tour durch die Moore Irlands sind die Moorschneehühner (Red Grouses). Ihr roter Fleck auf dem Kopf passt sich sehr schön den rötlichen Farben der Heidelandschaft in den Übergangsjahreszeiten an, sodass sie nicht leicht zu erkennen sind. Jedoch flattern sie bei Störungen ein paar Meter auf und geben ihren typischen, ähnlich wie „Go back!“ klingenden Warnruf von sich, sodass man zumindest ihre Anwesenheit leicht feststellt.
Die teils relativ steilen Küsten der Insel und der vorgelagerten Inseln werden im Sommer von allerlei Seevögeln in Beschlag genommen. Berühmt sind die Saltee Islands bei Wexford, die mit ihren Papageitaucherkolonien, Tordalks, Basstölpeln und Trottellummen. Auch wenn gerade die letzten beiden Namen eine gewisse Unbeholfenheit suggerieren, kann man die geschickten Fischer von Booten oder direkt von benachbarten Felsen aus bei ihrer Jagd beobachten und sich vom Gegenteil überzeugen.
Wie immer beim „Bird Watching“ gilt natürlich auch hier: Lange Teleobjektive mitbringen!
