Meeresbewohner

Grünes Inselparadies für Fotografen


Neben den Bewohnern von Land und Luft machen die Meeresbewohner einen Großteil der Faszination der irischen Fauna aus. Die fischreichen Küsten werden von nährstoffhaltigem, kaltem polaren Wasser und gleichzeitig vom wärmenden Golfstrom umspült. So ist es kein Wunder, dass sich vor der Westküste der Insel die friedlichen, den Plankton aus dem Wasser filternden Riesenhaie heimisch fühlen. Ebenso kann man vom Boot aus die Seeschildkröten beobachten, dazu Schweinswale, zu bestimmten Jahreszeiten auch Schweinswale und Orcas. An unzugänglichen Küstenabschnitten befinden sich große Robben- und Walrosskolonien, die sich dort von ihren Tauchgängen erholen.

Unterwasserwelt Irlands   


Unter Wasser bieten sich natürlich zusätzliche Motive, schließlich sind die an Land so unbeholfen wirkenden Robben, Walrosse und selbst Leder- und Suppenschildkröten unter Wasser exzellente, wendige Schwimmer und auch sehr neugierig-verspielt. Durch das sehr klare Wasser hat man auch noch in 10-20m Tiefe sehr gute Sichtmöglichkeiten. Trotzdem ist eine Investition in gute Unterwasserblitze sinnvoll, will man klar akzentuierte und nicht trübe wirkende Ergebnisse auf den Fotos erhalten. Wunderbare Motive ergeben auch die riesigen Mondfische, die durch die aus dem Wasser ragende Schwanzflosse im ersten Moment an einen Hai denken lassen. Mit bis zu 2,3 Tonnen Gewicht sind sie die größten Knochenfische. Mit der höchsten Zahl an Nachkommen pro Laichvorgang (300 Mio.) halten sie einen weiteren Rekord.

Die häufig zu sehenden Delfin- und Schweinswalschulen kann man auch tauchend wunderbar fotografieren, da sie sich nicht so weit von der Küste entfernt aufhalten.

Nachts sind nicht alle Katzen grau…


Ein besonderes Ereignis ist ein Nachttauchen vor der irischen Küste. Nachts kommen nämlich einige Bewohner aus der Tiefsee (über 4700m tief vor Irland) an die Oberfläche, die mit ihren bizarren Formen, großen Augen und langen Antennen bedrohlich wirken, aber überwiegend ganz harmlos sind. So sind Sichtungen der Seekatzen (Chimären) und diverser Octopoden nicht selten, mit dem Einsatz moderner Digitalkameras und guten Unterwasserbeleuchtungen lassen sich diese für jeden Taucher magischen Momente sehr schön auch für die wissenschaftliche Bearbeitung festhalten. Denn ab und an wird dabei sogar eine neue Art entdeckt…