Affen und Schmetterlinge
Leben im Land der aufgehenden Sonne
Japan ist den meisten Besuchern eher als hoch technisiertes Land mit einem schmalen Küstenstreifen und schnell ansteigenden Bergen bekannt. Für seine Größe beherbergt der Inselstaat aber auch erstaunlich viele unterschiedliche Tierarten, die für ambitionierte Hobbyfotografen und Profis gleichermaßen viele interessante Motive bieten.
Die Superstars der Affen Japans
Unter den Affenarten, die in Japan heimisch sind, hat der Japanmakak eine ganz besondere Stellung inne. Die nördlichste Affenpopulation der Welt fühlt sich auf Honshū, Shikoku und Kyūshū heimisch. Die intelligenten Tiere, die auch unter den Namen Schneeaffe oder Rotgesichtsmakak bekannt sind und im Regelfall in den Wäldern leben, sind sehr anpassungs- und lernfähig. Unter Beweis stellen sie das beispielsweise im schneereichen japanischen Winter: Insbesondere wenn es sehr kalt ist und viel Schnee liegt, suchen sie sich ein onsen (eine heiße Quelle) und wärmen sich darin auf. Die Affen haben sichtlich Spaß dabei ins Wasser zu springen und die staunenden Menschen zu necken, die sie beispielsweise in Yamanouchi (Präfektur Nagano) belustigt beobachten. Die Schwierigkeit für Fotografen besteht darin, die Tiere bei schlechten Witterungsverhältnissen und im Dampf, der von der Quelle aufsteigt, auszumachen. Hilfreich ist in jedem Fall ein lichtstarkes Teleobjektiv.
Exotische Tiere auf und um Okinawa
Die Okinawa-Inseln sind so typisch für Japan wie die Galapagos-Inseln für Ecuador: Japans südlichste Präfektur weist ein komplett anderes Klima als der Rest des Landes auf. Statt dichten Misch- und Nadelwäldern findet man hier zum Beispiel artenreiche tropische Wälder. Bei einem Besuch sollte man unbedingt eine Makroausrüstung mitnehmen: Die farbenprächtigen großen Schmetterlinge Okinawas sind legendär!
Aber auch die Unterwasserwelt der Ausnahme-Inseln sollten sich Besucher nicht entgehen lassen: Mit etwas Glück trifft man im Naturschutzgebiet im Norden auf die vom Aussterben bedrohten Dugongs (Gabelschwanzseekühe), die besonders in trüben Küstengewässern zu finden sind. Etwas weiter von der Küste entfernt können Taucher auf Begegnungen u.a. mit den gigantischen Walhaien hoffen. Spätestens jetzt benötigt man allerdings eine professionelle Unterwasser-Kameraausrüstung, da der größte lebende Fisch eher in größeren Tiefen zuhause ist.
