In der Luft, zu Wasser und an Land

Flora und Fauna von beeindruckender Wildheit


Neben den Großsäugern an Land wie Elch, Bison, Eisbär, Schwarzbär, Moschusochse und Wapiti sowie den Meeresbewohnern wie Orca, Buckelwal, Walross und Seebär finden sich auch im dritten Element, der Luft, wunderschöne Motive. Schließlich fallen jedes Jahr mehrere Milliarden Zugvögel in Kanada ein, um in den weitgehend menschenleeren Regionen des Nordens ungestört zu brüten.

An das „ungestört“ sollte man sich auch wirklich halten, und nicht auf eigene Faust mitten durch die Brutgebiete stolpern. Die kleinen Seeschwalben verteidigen sich beispielsweise auch gegen menschliche Eindringlinge gemeinsam mit einem unheimlichen Mut, der nicht selten zu stark blutenden Wunden am Kopf führt.

Schließlich gibt es wunderbar betreute Nationalparks, in denen man sich fachlich qualifizierte Begleitung und Hilfe holen kann. Nur die Ranger wissen, wo sich gerade die Jagdreviere der Weißkopf-Seeadler, Eulen und Seeschwalben befinden, wo die Marmelalke gerade brüten und ob man mit der mitgebrachten Ausrüstung eine Chance auf gute Bilder hat. Gerade die kleineren Vögel verlangen nach langen Teleobjektiven, die Dokumentation einer erfolgreichen Fischjagd des Seeadlers darüber hinaus einen schnellen Autofocus und ein voraussehendes Gespür für das Geschehen.

Der „Beifang“   


Während man auf diese Szenen, die Königsklasse der Tierfotografie mehr oder weniger geduldig wartet, wird man ganz sicher auch andere interessante Tiere beobachten können. Einen Biber etwa, der sich kurz an der Wasseroberfläche orientiert – oder einen Fischotter, der auf dem Rücken schwimmend seinen Fisch genussvoll verzehrt. Vielleicht wird man auch Zeuge einer dramatischen Lemming-Völkerwanderung, wenn einzelne Lemminge in der reißenden Strömung eines Flusses ertrinken. Hat man sich in der Dämmerung wirklich überzeugend gut getarnt, kann man auch Luchse und Wölfe beobachten und das für die neidischen Daheimgebliebenen fotografisch festhalten. Ein natürlich unheimlich schweres, aber eben lichtstarkes 2.8/400 – Teleobjektiv und die passenden Konverter sind bei den schlechten Lichtverhältnissen dann essentiell. Die Ausrüstung entscheidet dann eben vorrangig, trotz aller Kreativität und Erfahrung, ob es ein scharfes Bild wird.