Ökotourismus
Zum Schutz der Tiere
Laos wird von Vietnam im Westen, Kambodscha im Süden, Thailand im Osten, Burma im Nordosten und China im Norden begrenzt. Typisch für das südostasiatisches Land sind die ausgeprägten Wechsel zwischen Regenzeit (Südwestmonsun zwischen Mai und Oktober) und Trockenzeit (Nordostmonsun zwischen November und Februar). Die Trockenzeit ist als Reisezeit besonders für die tiefliegenden Gebiete direkt am Mekong empfehlenswert, da sie einige Strapazen für Mensch und Fotoausrüstung erspart.
Das zum größten Teil bewaldete, verkehrstechnisch bis auf die Mekong-Wasserstraße kaum erschlossene und nur dünn besiedelte Staatsgebiet von Laos bietet wichtige Rückzugsräume für Waldelefanten, Tiger und Panzernashörner.
Bedrohte Tierarten
Das berühmte Kouprey, ein sehr großes Waldrind, ist mittlerweile vermutlich ausgestorben – es gelangen seit mehr als 30 Jahren keine Sichtungen mehr. Dem Tiger droht durch Wilderer und Bauern in seinem natürlichen Habitat im nördlichen Bergland von Laos ein ähnliches Schicksal, obwohl die laotische Regierung weite Teile als Reservat ausgewiesen hat. Darum ist eine in schönen Fotos dokumentierte Tigersichtung in freier Wildbahn nicht nur ein erhebendes Gefühl, sondern sorgt auch für eine Stärkung der laotischen Bestrebungen hin zu einem sorgsamen Ökotourismus. Ohne tatkräftige Hilfe und die Erfahrungen eines Nationalpark-Rangers hat man keine Chance, eine der großen und überaus vorsichtigen Raubkatzen zu Gesicht oder gar vor die Kamera zu bekommen. Insofern braucht man vor allem viel Zeit, um eine solche Expedition erfolgreich durchzuführen.
Man kann dem Glück etwas mit dem Anlegen eines Futterplatzes in Sichtweite des eigenen getarnten Verstecks nachhelfen, aber selbst dann stehen die Chancen schlecht und mehrere Versuche sind fast immer notwendig. Lange Brennweiten bei hoher Lichtstärke sind notwendig (2.8/300 + 2x-Konverter z.B.) und auslösegeräuschdämmende Maßnahmen auf jeden Fall hilfreich.
Ein ähnliches Vorgehen empfiehlt sich bei den ebenfalls sehr seltenen Panzernashörnern. Sie bewohnen in Laos ähnliche Habitate wie der Tiger und ziehen sich tagsüber fast komplett in den Wald zurück. Bei Eintritt der Dämmerung kann man aber die sehr standorttreuen Tiere an ihren angestammten Pfaden fotografieren.
