Flora und Fauna in den Highlands
Ein reizvolles Urlaubsland
Da weite Teile der schottischen Highlands hügelig bzw. bergig sind, dazu weitgehend baumfrei und nur mit einer dünnen Gras- Farn- und Heidenarbe bedeckt sind, findet man hier neben den omnipräsenten Schafen nur noch wenige Wildtiere, die als Motive für anspruchsvolle Tierfotografie in Frage kommen. Die vielen fischreichen Süßwasserseen, Flüsse und die weit ins Land hineinlaufenden Meerarme (Lochs) bieten aber zahlreichen Vögeln eine Heimat. Die hübschen Brandgänse und Graugänse ziehen hier ihre Jungen auf, die mit ihrem roten Schnabel sehr auffälligen Flussseeschwalben haben an den Uferwänden ihre Bruthöhlen eingerichtet und alle Arten von Strandläufern suchen den durch die starke Tide freigelegten Meeresboden ab. Auch hier gilt wieder - lange Brennweiten und/oder ein Tarnzelt sind für gelungene Tierfotos dieser meist scheuen Tiere ein Muss.
Während man im Uferbereich wartet, wird man übrigens häufig ein leises „Plopp“ vernehmen, das von einem tauchenden Fischotter stammt. Mit Glück erwischt man diese gewitzten kleinen Jäger, wie sie rückenschwimmend und laut schmatzend einen Fisch verzehren. Ein stärkeres „Platsch“ könnte von einem Biber stammen, wie er warnend mit seinem breiten Schwanz auf das Wasser klatscht.
Marines Leben
Die nur schwach besiedelten vorgelagerten schottischen Inseln beherbergen darüber hinaus teils sehr große Vogelkolonien aus Basstölpeln, Eissturmvögeln, Papageitauchern und Austernfischer – allesamt tolle, farbenprächtige Motive.
Auf den besonders an der Westküste häufig angebotenen „Whale Watching“-Touren wird man mit etwas Glück nicht nur die Fluken einiger Großwale wie dem Buckelwal fotografieren können, sondern auch der Rückenflosse eines Riesenhais begegnen können.
Die mit einer reicheren Flora und großen, teils extensiv bewirtschafteten Ackerflächen gesegneten Lowlands bieten z.B. einigen Arten des Rotwilds eine Heimat. Während man in der Dämmerung ansitzt und auf die aus den kleinen Wäldchen hervorbrechenden Rehe und Hirsche wartet, kann man mit etwas Glück und einem guten Teleobjektiv auch das berühmte Moorhuhn (eigentlich Moorschneehuhn) fotografieren, wie es durch die Moor- und Heidelandschaften läuft.
