Willkommen im Regenwald

Das richtige Objektiv ist gefragt...


Das zu über 90% vom Amazonasregenwald bedeckte Staatsgebiet Surinams wird von einem heißen und sehr feuchten Klima dominiert. Entsprechend üppig ist die Vegetation – und damit auch die Tierwelt.

Während man sich also entlang der vielen kleinen Flussläufe weiter in den Regenwald durchkämpft, wird man bereits aus dem Boot heraus wunderschön gefärbte Aras in den Bäumen sitzen und Wasserschweine mit ihren Jungen durch dichte Wasserpflanzenwälder schwimmen sehen. Die Brüllaffen machen dazu ihrem Namen alle Ehre – willkommen im Regenwald von Surinam. Die extremen Bedingungen machen auch einiges an Vorbereitungen und Vorüberlegungen wichtig, wenn man gute Tieraufnahmen mitbringen möchte. Was will man fotografieren – wie viel kann man zur Not noch allein tragen?

Um auf wirklich alles vorbereitet zu sein, muss man im dunklen Regenwald auf lichtstarke, stabilisierte Optiken zurückgreifen und mindestens einen leistungsstarken Blitz mitnehmen. Selbst an lichteren Stellen wird man bei Blende 2.8 und häufig schon bei ISO800 landen – wohlgemerkt, tagsüber. Um ein 300mm-Tele mit Stabilisator da verwacklungsfrei halten zu können, braucht man schon mindestens 1/60s – man muss sich also auf knappes Licht einrichten.

Flash!


Entdeckt man dann z.B. eine schöne Schlange im Geäst der Sträucher und Bäume, muss man sie schon großzügig mit dem Blitz aufhellen, damit man nicht zu starke Gegenlichtkontraste erhält. Genauso bei den häufig anzutreffenden „Mini-Hubschraubern“ Surinams – den glitzernden Kolibris. Sie bilden zusammen mit „ihren“ Blüten ein geradezu zauberhaftes Motiv - gerade wenn sie den Nektar heraussaugen. In diesen Momenten ist ein abgesetzter Systemblitz (also möglichst weit weg von der optischen Achse) sehr wichtig, um das Bild schön räumlich auszuleuchten.

Ähnliches gilt auch für die typischen Makromotive: Surinam ist bekannt für seine Vielzahl an Pfeilgiftfröschen – viele sind davon noch gar nicht systematisch erfasst. Ihre grellbunten Farben kommen am besten mit einem dezenten Zangenblitz zur Geltung. Auch das teils wunderschön gezeichnete Fell der Vogelspinnen kommt damit sehr gut zur Geltung. Ein 100-180mm-Makro ist wegen der Fluchtdistanz dieser Tiere ideal.