Unterwasserwelt

Vom Wasser aus...


Der „Sunshine State“ Florida macht seinem Namen in der Regel Ehre und sorgt für milde Winter und heiße Sommer – ideal für die Reptilienarten, die die Everglades bewohnen. Hier leben z. B. Georgia-Schildkröten, Klapperschlangen, Indigoschlangen und natürlich die Alligatoren sowie Salzwasserkrokodile. Obwohl man vor Giftschlangen und Alligatoren natürlich Respekt haben sollte, stellen sie selbst bei sehr abgelegenen Fototouren keine echte Gefahr dar. Viel gefährlicher sind die kleinen Moskitos, die z.B. Malaria übertragen können.

Abseits dieser kleinen und großen Risiken entfaltet sich vor der Kamera des ambitionierten Tierfotografen besonders die Vogelwelt mit einer fantastischen Artenvielfalt. Auf einer Tour in den Everglades National Park sollte man daher nicht mit einer lärmenden Touristentruppe auf ihren großen Airboats unterwegs sein, sondern sich für eine ruhigere Einzeltour mit einem Ranger entscheiden. Er kennt die besten Beobachtungsstellen und kann Sie lautlos dorthin bringen. Lange Brennweiten und eine spritzwassergeschützte Kamera sind empfehlenswert, Mücken- und Sonnenschutz auch am frühen Morgen schon Pflicht.

Spannende Unterwasserwelt


Vor der Küste Floridas warten wunderschöne, abwechslungsreiche und kunterbunte Tauchreviere darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Unterwasserfotografie in Florida bedarf natürlich einer etwas umfangreicheren Ausrüstung, als es eine bis 3m wasserdichte Kompaktkamera bieten kann.

Da die zu beobachtenden Tiere wie Suppenschildkröte, Manatees (Seekühe), Mantas und Stachelrochen, Muränen und die Barracudaschwärme teils erst auf 10-20m Tiefe anzutreffen sind, braucht man neben entsprechend abgedichteten Unterwassergehäusen für die Kameras auch Blitze oder Fotoleuchten mit entsprechenden Farbfiltern. Die Kamera bestückt man am besten mit einem Weitwinkel- oder einem Fisheye-Objektiv, bevor man sie in das UW-Gehäuse einbaut. Man ist damit gezwungen, näher an das Objekt heranzuschwimmen, da die Beleuchtung im klaren Wasser nicht so weit reicht und man damit auch die dramatischere Perspektive erreichen kann. Nur so lässt sich beispielsweise ein silbrig glänzender Fischschwarm auch wirklich als solcher später erkennen, wenn gleichzeitig eine Gruppe Delfine den Schwarm zusammentreibt. Um die Farbstiche der Aufnahmen gut korrigieren zu können, ist die Verwendung des RAW-Dateiformats Pflicht.