wilde Tiere
Leben in der Savanne
Ein imposanter Anblick sind die in und zwischen Nationalparks umherziehenden Streifengnu-Herden, von den Kenianern „Wildebeests“ genannt. Sie sind die „Rasenmäher“ der Savanne und zusammen mit den kleineren Antilopenarten eine der größten Futterquellen für die großen – und später auch die kleineren – Raubtiere. Die großen Herden (>1000 Gnus) wirbeln bei ihrem kurz nach der Regenzeit stattfindenden Zug von der Serengeti in die dann frisch-grün leuchtende südkenianische Masai-Mara beträchtliche Mengen Staub auf. So ergeben sich auch bei größerer Entfernung imposante Schattenrisse gegen die dann rötliche erscheinende Sonne. Beim Übertreten des Mara-Flusses schließlich spielen sich dramatische Szenen ab, denn die im Fluss lebenden Krokodile sorgen für eine starke Auslese besonders bei den geschwächten Tieren.
Am Ufer des Mara Rivers wird man in den Morgenstunden manchmal mit seltsam friedlich wirkenden Szenen überrascht. Löwen und Zebras löschen in unmittelbarer Nähe zueinander ihren Durst, es scheint ein Waffenstillstand zu herrschen. Die Ruhe wird erst durch die Ankunft der etwas trampeligen Elefanten gestört, die auf der Suche nach einem erfrischenden Schlammbad auch zum Uferbereich wandern.
Abseits des Üblichen
Nicht nur der Süden Kenias kann mit einer reichhaltigen Tierwelt für den geneigten Fotografen und Videofilmer aufwarten: Auch im touristisch noch wenig erschlossenen Norden und Westen warten eindrucksvolle Naturszenen darauf, aufgenommen zu werden. Der am Nordende des Rift Valleys gelegene Turkanasee (Rudolfsee) ist z.B. Heimstatt von Hunderttausenden Flamingos, einigen Strandläuferarten und einer Großtrappenart – der Heuglingtrappe. Auch der 160 Kilometer nordwestlich von Nairobi liegende Nakurusee wartet mit riesigen Flamingo-Schwärmen auf.
Da die Tiere sehr scheu sind, besonders zur Brutzeit, ist man auf lange Brennweiten angewiesen. Beobachtungsplätze gibt es nur wenige und Tarnzelte sind an den krokodilgespickten Ufern gefährlich. Besonders gut und wirklich unvergesslich lassen sich die Tiere aber von oben beobachten – von einem geräuscharmen Heißluftballon aus. Durch den ungewöhnlichen Blickwinkel hat man einen wunderschönen Farbkontrast zwischen den sich rosa abzeichnenden Körpern und dem grünlich-blauen See.
